Das überzeugende Anschreiben
Ein Aufbau in vier Absätzen, drei Einstiege, die funktionieren, fünf Floskeln zum Streichen und wie du eine Lücke ohne Entschuldigung erklärst.
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Der Aufbau in vier Absätzen
Ein starkes Anschreiben besteht aus vier klaren Absätzen:
- Einstieg: Nenne die Stelle, wo du sie gefunden hast, und einen konkreten Grund, warum du passt.
- Mehrwert: Zeig 2–3 Erfolge, die zu den wichtigsten Anforderungen der Stellenanzeige passen.
- Passung: Zeig, dass du das Unternehmen kennst, und erkläre, warum dich gerade diese Stelle reizt.
- Abschluss: Bekräftige dein Interesse, nenn deine Verfügbarkeit und schließ mit einem klaren nächsten Schritt.
Drei Einstiege, die funktionieren
Dein erster Satz entscheidet, ob der Rest gelesen wird. Lass „Hiermit bewerbe ich mich als…“ weg und beginne mit etwas, das nur du schreiben kannst:
- Ein Ergebnis: „Im vergangenen Jahr habe ich die Kommissionierfehler in unserem Lager um ein Drittel gesenkt, und genau diese Art von Prozessarbeit sucht Ihre Stellenanzeige für die Logistikkoordination.“
- Eine Empfehlung: „Maya Chen aus Ihrem Datenteam hat mir geraten, mich als Analyst zu bewerben, nachdem wir darüber gesprochen hatten, wie Sie die Nachfrage prognostizieren.“
- Eine Neuigkeit des Unternehmens: „Ihr Start der Lieferung am selben Tag in München ist der Grund für meine Bewerbung: Ich habe vier Jahre lang Same-Day-Touren für einen regionalen Logistiker geplant.“
Recherchieren und die Sprache der Anzeige aufgreifen
Allgemeine Anschreiben werden nur überflogen. Nimm dir 15 Minuten für das Unternehmen: aktuelle Meldungen, Produktneuheiten, erklärte Werte, Beiträge des Teams. Greif einen konkreten Punkt auf und sprich, wenn möglich, die zuständige Person mit Namen an. Übernimm dann das Vokabular der Stellenanzeige: Ist dort von „bereichsübergreifender Zusammenarbeit“ die Rede, verwende genau diese Formulierung. Wähl 3–5 Schlüsselbegriffe aus der Anzeige und bau sie dort ein, wo sie zutreffend beschreiben, was du getan hast.
Fünf Floskeln zum Streichen
Diese Formulierungen kosten Platz und beweisen nichts. Ersetze jede durch einen Beleg:
- „Ich bin eine leidenschaftliche, ergebnisorientierte Teamplayerin“: Nenne ein Ergebnis und mit wem du es erreicht hast.
- „Ich denke über den Tellerrand hinaus“: Beschreib die ungewöhnliche Lösung, die du gefunden hast.
- „Ich lerne schnell“: Sag, was du gelernt hast und wie schnell.
- „Ich bin überzeugt, die ideale Besetzung zu sein“: Zeig es mit einem Erfolg, der zur Anzeige passt.
- „Sehr geehrte Damen und Herren“: Finde den Namen der zuständigen Person heraus oder schreib „Sehr geehrtes Recruiting-Team“.
Lücken erklären
Wenn du eine Lücke im Lebenslauf hast oder die Branche wechselst, sprich das im Anschreiben kurz und positiv an, statt die Leserin raten zu lassen: „Nach einer Zeit, in der ich einen Angehörigen gepflegt habe, habe ich mein Zertifikat in Supply-Chain-Management abgeschlossen und meinen Staplerschein erneuert.“ Stell die Lücke als bewusst genutzte Zeit dar. Entschuldige dich nicht, sondern erkläre, was du getan hast, und geh weiter.
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